Eine weitere Sammlung von witzigen Sprüchen über Menschen und Hinweisen, wie man das Zusammenleben erträglich gestalten kann ...
Aus Gründen der Zeitersparnis wird in der Gesellschaft jetzt zu Whisky und Sofa eingeladen.
Jeder jammert über sein Gedächtnis und keiner über seinen Geschmack.
Bei manchen Rednern erkennt man schon am Räuspern, was sie sagen werden.
Deutsch lernt man als Deutscher am besten auf dem Umweg über Französisch.
Dummheit frißt, Intelligenz säuft.
Großmut ist häufig ein Produkt der Vorstellungskraft.
In hohlen Köpfen ist viel Platz für Bosheiten.
Schlechte Beispiele verderben gute Sitten, gute Beispiele das gute Gewissen.
Schweigen ist eine uneinnehmbare Festung.
Wer glaubt, daß man die Menschen so lassen soll, wie sie sind, darf nicht Lehrer werden.
Erst wenn man genügend Tatsachen gesammelt hat, kann man sich daran machen, sie zu verdrehen.
Die moderne Physik ist der »Unendlichkeit« wieder einige Meter näher gekommen.
Rabenväter und Atomphysiker überlassen die Erziehung ihrer Produkte der Allgemeinheit.
Manche Besucher bleiben in einer Stunde länger als andere in einer Woche.
Mit Geometrie allein kommt man nicht in die besten Kreise.
Wenn jemand über seinen Verstand hinaus gebildet wurde, entsteht ein Snob.
Wer wirklich um seinen Schlaf besorgt ist, sollte sich die Ohren mit Watte zustopfen, wenn er zu einer Party geht, und nicht erst im Bett.
Kein Mensch ohne Charakter kann mit Würde faulenzen.
Manche Leute würden verhungern, wenn in ihren Martinis keine Oliven wären.
Schnorrer sind die Suppe im Salz des Reichtums.
Es gibt Menschen, die lieber im Frack hungern als in Lumpen satt zu sein.
Die Armut unserer Sprache zeigt sich am Beispiel des Wortes »Tugend«. Wir verwenden es sowohl für den Mangel an Versuchung bei Frauen als auch für den Mangel an Gelegenheit bei Männern.
Man sollte sich nicht auf Diskussionen einlassen; es besteht immer die Gefahr, daß man überzeugt wird.
Es gibt Leute, denen man am besten dadurch aus dem Weg geht, daß man sich direkt vor ihnen aufstellt.
Es gibt eine Menge Leute, die das Glück haben, mißverstanden zu werden.
Es gibt Menschen, die von Meinungen befallen werden wie andere yon einem Schnupfen.
Die beste Medizin gegen entgleiste Größenordnungen ist die Lektüre von Todesanzeigen.
Manche Freundschaften beruhen nur auf der Unsicherheit über den Ausgang von Feindseligkeiten.
Wenn der Verstand eines Menschen sich so weit entwickelt hat, daß er weiß, wohin er zu gehen hat, spielen in der Regel die Beine schon nicht mehr mit.
In vielen Menschen steckt ein Schiedsrichter. Sie rennen dorthin, wo andere etwas tun, und lauern auf Fehler.
Man muß die Dinge sehen, wie sie sind, aber man muß sie doch nicht so lassen!
Zu den gefährlichsten Kombinationen menschlicher Eigenschaften gehören Fleiß und Dummheit oder Intelligenz und Charakterlosigkeit.
Die beste Schminke für ein unehrliches Gesicht ist Erfolg.
Wenn man genug Freunde hat, braucht man keine Feinde.
Das Gegenstück zu Zuchtperlen sind Unzuchtperlen.
Das Hauptproblem bei der Konstruktion eines Sportwagens liegt darin, daß der Besitzer die Möglichkeit haben muß, von unten auf andere herabzusehen.
Der Wunschtraum aller Wiener: bis zum 6o. Lebensjahr ein Sängerknabe zu sein und dann ein Lipizzaner zu werden.
Die Todesanzeigen sind Listen von Personen, ohne die das Leben nicht weitergeht.
Die notorisch schlechte Handschrift der Ärzte könnte ursprünglich der Versuch gewesen sein, sich ein Alibi zu verschaffen.
Wenn Ihnen der Arzt sagt: »Machen Sie sich frei«, ist das meistens der Beginn der Unfreiheit.
Jeder Mensch trägt einen Zeugen der Anklage mit sich herum. Mediziner nennen das Zunge.
Gärtner und Ärzte decken ihre Fehler mit Erde zu.
In jedem Deutschen steckt ein Stück Oberlehrer; der will lehren und korrigieren.
Philosophen sind Menschen, die Dinge, die sie selbst nicht verstehen, plausibel formulieren.
Es gibt Menschen, die die geistige Nahrungssuche mit dem Staatsexamen einstellen und dann nur mehr vom Bestand zehren.
Die Entfernung des Gewissens gehört zu den kleinen Operationen.
Luftballons unterscheiden sich von Menschen dadurch, daß sie erst aufgeblasen werden und dann steigen.
Es gibt Menschen, die ihr ganzes Leben lang gegen Türen drücken, an denen »ziehen« steht.
Manche Menschen träumen ihr Leben lang von Dingen, die sie längst haben würden, wenn sie nicht so viel träumten.
Die Behauptung, daß die Gleichheit aller Menschen ein
Naturgesetz ist, beruht auf einer miserablen Beobachtungsgabe.
Entfernte Verwandte sind gut, aber es ist verboten, sie selbst zu entfernen.
