2015

Nachdem ich nun schon keinen Rückblick auf 2014 rechtzeitig geschafft habe, nehme ich mir gerade vor, einen Ausblick auf 2015 zu verfassen. Was wird dieses 2015 für mich bringen? Was kann ich dem Jahr 2015 geben?

Katamaran auf dem Bodensee

Katamaran auf dem Bodensee am 1.1.2015; fotografiert in Hagnau

Ich schicke vorweg, dass die folgenden Zeilen sehr persönlich sind und einen tiefen Einblick in meine persönliche Situation geben. Gehe also bitte nicht zu streng mit mir ins Gericht, wenn du meinst deinen Senf dazu abgeben zu müssen. Ich habe lange überlegt, ob ich das so auf dieser Seite veröffentlichen soll. Das ich es dennoch mache ist ein innerer Kompromiss zwischen öffentlicher Zuschaustellung tiefster persönlicher Gefühle und dem Bedürfnis, mich selbst unter Druck zu setzen, damit ich die notwendige Energie aufbringe, all das auch mit dem notwendigen Maß an Ernsthaftigkeit anzugehen.

Es ist immer schwer derlei Gedanken in irgendetwas sinnvolleres als eine Liste zu packen. Jedenfalls geht es mir so. Von daher fange ich erst gar nicht, ausschweifend herumzupalavern, sondern setzt sogleich auf die Listenform. Außerdem kann ich später – sollte es mir tatsächlich gelingen den einen oder anderen Punkt zu erledigen – selbstbewußte Häkchen an die entsprechenden Stellen setzen.

Meine Vorhaben und Gedanken zum Jahr 2015

  • Ich muss abnehmen!
    Das mag für manchen aus meinem erweiterten familiären Kreis wie Hohn klingen, ist aber so. Die zurückliegenden Feiertage und das vorzeitige Ende der letztjährigen (schwachen) Fahrradsaison machen das Festhalten dieses „Vorsatzes“ notwendig. Ich brauche inzwischen ein weiteres Gürtelloch! Das ist furchtbar und kratzt an meinem Ego!
  • Ich möchte unfallfrei durch die kommende Radsaison kommen.
    Aufgrund der sich zuletzt jährlich häufenden „Unannehmlichkeiten“ ist das ein sportliches Ziel, im erweiterten Sinne. Vieles wird nicht in meiner Macht liegen. Manches schon. Auf jeden Fall appeliere ich an alle Radfahrer vorsichtig zu agieren, wenn ich in ihrer Nähe ums Überleben kämpfe! Danke.
    Überhaupt hoffe ich, dass ich das Jahr 2015 körperlich wie seelisch unversehrt über die Bühne bringe, denn einen Ausfall kann ich mir nicht erlauben und … würde ich wohl auch nicht akzeptieren.
  • Ich möchte wieder witziger schreiben!
    Ach du meine Güte – was für ein Vorhaben. Doch es ist nicht von der Hand zu weisen, dass mein Schreibstil seine gewisse Lockerheit verloren hat. Dazu braucht es meiner Meinung nach mehr Fantasie und einen unbekümmerteren Background, als es den im vergangenen Jahr gegeben hat.
  • Ich muss weiter arbeiten gehen.
    Gewiss – das klingt einerseits furchtbar, andererseits aber brauche ich nun mal die Knete. Das soll nicht heißen, dass ich nur wegen der Knete arbeiten gehe! Ich gehe sogar gern arbeiten. Manchmal. Oft. Ich mag meinen Job, auch wenn er ab und an ziemlich stressig ist. Ob der Streß nun von Kunden oder Chefs erzeugt wird, spielt dabei keine Rolle. Es gibt ziemlich einiges, was ich noch bewegen kann und ein paar Dinge, gegen die zu rebellieren ich als meine Aufgabe ansehe, weil sich mir deren Sinn nicht erschließt. Mitunter stehen also recht ungestüme Windmühlen in der Gegend herum, die ich versuche abwechselnd mit Geduld und Vehemenz zur Strecke zu bringen.
  • Geduld ist ein gutes Stichwort! Geduld brauche ich 2015 reichlich. Denn nachdem 2014 definitiv kein von Aufschwung gekennzeichnetes Jahr war, muss ich weiter geduldig an den Dingen feilen, die notwendig sind, damit es wieder aufwärts geht. Wachstum – ja, aber nicht mit der Brechstange sondern langfristig gedacht. Nachhaltig muss ich agieren, auch wenn es manchmal brutal schwer fällt und in 2015 wohl ebenso Tiefschläge zu erwarten sein werden, wie 2014. Aber mit dem gewissen Maß an Geduld und Beharrlichkeit schaffe ich das.
  • Beharrlichkeit sollte stets zielgerichtet sein. Das trifft den Nagel meiner nebenberuflichen Aktivitäten auf den Kopf. Beharrlichkeit und vor allem „Konstanz“ sind dringend notwendig, damit ich die letzten sehr, sehr schwarzen Jahre meines Internetlebens endlich hinter mir lassen kann; nein: hinter mir lassen muss. Denn sonst sehe ich schwarz! Ich knabbere immer noch schwer an den Folgen diverser Vorgänge, die inzwischen 3 Jahre zurückliegen. Zur Überwindung dieser Krise – und nichts anderes mache ich seit dieser Zeit durch – muss ich beharrlicher arbeiten. Und mehr! Natürlich. Ich bin mir sicher, dass ich es schaffen kann. Dieser Punkt „Mehrarbeit“ macht mir immer etwas Kopfzerbrechen und setzt mich stets gehörig unter Druck, denn …
  • … familiärer soll das Jahr 2015 auch werden! Ich habe Kinder, die ihren Vater brauchen. Ich habe eine Frau, die ihren Mann braucht. Ich baue seit Jahren (ich kann das jetzt mit Fug und Recht so sagen) ein Haus, welches in großen Teilen in- und auswändig mehr Baustelle als Wohnhaus ist.
    Damit ich hier mehr machen kann, muss ich zwangsläufig mehr Zeit in den vorherigen Punkt stecken. Ohne das Gelingen des vorherigen Punktes versandet jegliches Engagement in Richtung Haus. Diese Tatsache sorgt ebenso für Druck wie für Antrieb. Die Balance zwischen Familie und der Kapitalbeschaffung ist meine größte Herausforderung 2015; stets unter Berücksichtigung der Tatsache, dass beide Dinge ohne das jeweils andere überflüssig sind.
  • Damit ich diese Aufgaben bewältigen kann, muss ich 2015 endlich wirklich den Schritt gehen und mir einen neuen Computer zulegen. Die Mühle, auf der ich gerade diesen Text schreibe, ist jetzt 7 Jahre alt. Sie hat ganze 2 GB RAM, eine 320GB-Festplatte und einen Dual-Core AMD Prozessor. Und ich merke immer häufiger, dass wir unsere beste gemeinsame Zeit bereits lange hinter uns haben. Das Biest hat oft ungeheure Anfälle von Arbeitsverweigerung durch Selbstbeschäftigung und sorgt damit für jede Menge Kopf-Tisch-Situationen bei mir, gepaart mit jeder Menge Nervenverluste und einem überlaufenden Fluchkonto. Haareraufen kann ich ja nicht mehr …
    Das muss ein Ende haben, sonst drehe ich irgendwann durch und setze den Gnadenschuß. Ich werde also zusehen müssen, zunächst mal die Grundlage für einen neuen Rechner zu bereiten, diesen dann besorgen und hoffen, anschließend bei der Tilgung dieses schmerzlichen Eingriffs in die privaten Finanzmärkte genug Power entwicklen zu können, dass ich die Möglichkeiten habe, Haus und Familie das ihnen gebührend Maß an Zuwendung zu geben.
    Einziges Problem an dieser Theorie: 1. mit mehr Geduld kann ich die jetzige Situation vielleicht noch länger aushalten. 2. das zur Umsetzung verfügbare Zeitkontingent ist eine Unbekannte und damit ein Risikofaktor, den ich zusätzlich im Auge behalten muss.
  • Ich möchte 2015 mindestens ein, zwei Kundenwebseiten machen. 2014 bin ich ja etwas überraschend zu meinem ersten Kunden gekommen; ein zweiter folgte wenig später. Zwei Projekte durfte ich zur Zufriedenheit dieser Kunden umsetzen und es fühlte sich gut für mich an. Ein guter Grund, so etwas auch 2015 folgen zu lassen. (Wenn du eine (neue) Homepage brauchst oder jemanden kennst, der eine haben möchte – ich bin jederzeit per Mail erreichbar! Ganz wichtig aber zu wissen ist: Ich bin günstig käuflich, aber nicht umsonst!)
  • Ich möchte Zeit haben.
    Ein herrliches Vorhaben für 2015. Angesichts der vorherigen Punkte dieser Liste aber der am schwersten erfüllbare Wunsch. Ich bin mir darüber im Klaren, dass Zeit der alles entscheidende Faktor 2015 sein wird. Zeit, bzw. das Management selbiger. Ich habe Verpflichtungen, Vorhaben, Wünsche und Ideen, die umzusetzen ich Zeit benötige, deren Umfang ich aber überhaupt nicht greifbar machen kann.
  • Ich möchte unbeschwerter leben.
    Ähm …. das Vorhaben verschiebe ich auf 2016. 2015 wird das definitiv nichts.

So – das war’s erstmal. Ziemlich viel dreht sich um das Thema „Finanzen“. Sehr, sehr wenig dreht sich um das Thema „Erholung“ oder gar „Urlaub“ (in Sinne des Erfinders). Mein Ziel für 2015 ist es, dass diese Themen wieder mehr in meinen Fokus geraten. Möge es mir gelingen! Drückt mir die Daumen und .. da fällt mir noch was ein:

  • Ich möchte lernen, Hilfe anzunehmen.
    Das mag jetzt absonderlich klingen. Mir ist aber 2014 aufgefallen, dass ich vieles (wenn nicht gar alles) in absoluter Eigenregie machen möchte bzw. glaube, dies nur selbst machen zu können. Mir wurde öfter Hilfe angeboten, aber es fiel mir oft auch schwer, diese anzunehmen. Ich gebe viel leichter und lieber von mir aus Hilfe, als das ich sie annehme. Im Rückblick auf 2014 wurde mir das wieder einmal recht klar.
    Vielleicht schaffe ich einige meiner Vorhaben für 2015 aber nur dann, wenn ich es lerne, Hilfe zu erkennen und auch anzunehmen. Und das ist wiederum eine echt spannende Sache.

Noch ein letzter Punkt, der es kurz vor Redaktionschluß in den Artikel geschafft hat:

  • Ich möchte weiterhin Spaß haben, denn trotz aller Aufgaben will ich mir eines nicht nehmen (lassen): Humor! Denn damit geht alles bekanntlich besser. 🙂 Also lasst uns über 2015 schon mal ein wenig lachen!

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