Themenmixers Zwei-Wochen-Rückblick

Ach was .. vergesst es. Die Sache mit den Wochenrückblicken ist ja ne ganz nette Schnappsidee. Wenn auch komplett ohne Alkohol! Aber durchhalten kann ich das irgendwie nicht. Der Knaller an der Erkenntnis ist aber, dass sich sowieso niemand beschwert, wenn der Wochenrückblick mal ausbleibt. Es scheint mir so, als hätte sich die Welt damit abgefunden, dass ich hier nur dann etwas von mir absondere, wenn ich Zeit und Lust dazu habe. So wie jetzt. Jetzt habe ich vor allem etwas Zeit. Die Lust am tippen kommt vielleicht noch. Immerhin ist es schon halb Elf durch.

Gestern waren wir in Ludwigsburg. Da ist „Blühendes Barock“ angesagt. Der Schloßgarten des Schloss Ludwigsburg ist herzallerliebst geschmückt mit Unmengen von Blumen. Ein buntes Blütenmeer. Ich bin ja eigentlich imunisiert gegen derlei Überschwenglichkeit, jedoch fühlte ich mich faszinatorisch hin und her gerissen, nicht weitere Trillionen Blumenbilder zu versuchen. Dennoch dürfte die SD-Karte in der Kamera recht voll geworden sein. Ich habe jedoch noch nicht den Mut gefunden, deren Inhalt auf die Platte zu kippen. Vielleicht purzelt dann zu viel Blütenstaub aus den Bilddateien und legt sich als Bremsbelag auf die Leitungen des Motherboards? Meine Kiste hier ist eh schon brutal langsam … !

Strohblumenausstellung in Ludwigsburg 2014

Blühendes Barock?
Unten im Park waren die Blumen schon ziemlich verstroht …


Die letzten zwei Wochen wurden erinnerungstechnisch geprägt von einem überraschenden Ausbruch an Arbeit, welche sich inzwischen vor mir auftürmt: im Büro sowie hier vor der heimischen Rechenmühle. Ei ei ei … ich habe das Gefühl, dass ich mal wieder an zu vielen Baustellen gleichzeitig hantiere, ohne eine davon so richtig in den Griff zu bekommen. Damit ist nicht die Rede vom Haus (das ist momentan eh nicht in den Griff zu bekommen), sondern von den diversen digitalen Projekten, welche die Muße hatten meinem Hirn zu entspringen und damit meine Freizeitgestaltung vollumfänglich zu bestimmen. Nicht, dass ich Freizeit in rauen Mengen hätte – eine Familie lässt nur begrenzte Stückzahlen an Freizeit zu – nein, die paar Stunden, welche zwischen Abendessen, Kinder betten und eigener Nachtruhe zur Verfügung stehen, versuche ich meine paar Internetseiten am Leben zu erhalten. Und so wenig neue wie möglich anzufangen. Das ging ja lange gut, bis mir dann die Sache mit aktion-bodensee.de passierte. Ich würde gern sehr viel mehr damit machen. Eine Idee ist z.B., dass ich versuchen könnte, eine bodenseeumfassende Karte aller ufernahen Naturschutzgebiete und Biotope zu erstellen. Die scheint es nämlich nicht zu geben. Jedenfalls finde ich keine. Warum mir das als ein interessantes Projekt erscheint, ist mir gerade entfallen. Ich war jedenfalls tierisch fasziniert von der Idee. Vermutlich, weil sie ein gewisses Maß an Frischluftaufenthalten garantiert. Immerhin müssen diese Stellen ja alle aufgesucht und fotografiert und beschrieben und und und werden. Jetzt, wo ich darüber schreibe, bin ich immer noch fasziniert davon. „Es ist kein Strohfeuer!“, liebe Frau Mühlenbusch.
Planschender Flamingo in Ludwigsburg

Dieser Flamingo lebt nicht am Bodensee – sondern bekommt seine Drogen in Ludwigsburg.


Bevor jetzt jemand fragt, wer zum Geier Frau Mühlenbusch ist, sage ich ich gleich, dass ich einen Namen willkürlich aus der Luft gegriffen habe, wobei ich wieder darüber erstaunt war, wieviel Zeit „ein Willkürlich“ ist. Eine interessante Zeiteinheit. Eine Naturkonstante? Weil mir der Gedanke während meines Geschreibsels zu einem Naturprojekt gekommen ist? Quatsch, meine Gedanken belieben wohl gerade purzelbaumartig zwischen den Hirnrinden umherzutollen.

Bevor jetzt dieser Text besonders abgründige Stufen herabsteigt, höre ich lieber auf und werde noch zur Illustration des Geschriebenen ein willkürliches Bild aus dem Material des gestrigen Tages ausgraben. Ich vermute, dass „willkürlich“ je nach Basis erheblich differiert. Zeitlich gesehen. Ich lasse es einfach darauf ankommen.

Es ist jetzt lt. meiner prozessorbetriebenen Arbeitsplatzuhr 22:50 Uhr. Seit Beginn dieses Textes sind also genau 17min vergangen. Ich werde gleich noch mal mit einer weiteren Uhrzeit kommen: das ist dann die, wenn ich ein Bild gefunden und bearbeitet und hier als Artikelbild eingebunden habe. Also kurz vor dem „Veröffentlichen“. Ok? Bis dahin hört einfach schöne Musik …

Aufmerksame Gänsemutter

„Gänseblümchen“ zur Zeit des Blühenden Barock in Ludwigsburg

Hallo – da bin ich wieder. Es sind drei Bilder geworden, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Und ich habe einfach alle Blumenbilder ignoriert, obwohl da ein paar schöne Blumenschüsse dabei waren. Es ist jetzt 23:31 Uhr. Das Herunterladen und Sichten und Auswählen der Bilder hat also sagenhafte 41min in Anspruch genommen. Das ist fast dreimal so lang wie das Schreiben des Textes, wobei sich das gerade wieder relativiert, weil ich dieses Epilog schon wieder viel zu enthusiastisch in viel zu viele Worte fasse.

Damit ist jetzt Schluß. Gute Nacht.

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