SolarEis – Heizen mit Eis

Wir sind immer noch auf der Suche nach der Heizungs- und Warmwasserlösung für unser Haus. Ein Grundofen hat sich aus verschiedenen Gründen als unzureichend herausgestellt, andere Öfen konnten zum Teil architekturbedingt auch nicht glänzen. Öl oder Gas als Energieträger zogen wir für unser Holz100-Haus (Notiz an mich: erläutern was ein Holz100-Haus ist) nie in Betracht.

Gleich zu Beginn unserer Bauplanungen hatten wir ein Auge auf eine Technologie geworfen, die damals noch in so kleinen Kinderschuhen steckte, dass sie nur für Großbauten wie Hotels etc. geeignet war. Diese Technologie beruht auf einem simplen physikalischen Gesetz, welches zwar nicht hier in Friedrichshafen entdeckt, aber in eine ziemlich geniale Heizungslösung umgesetzt wurde. Die Rede ist von SolarEis und das hiesige Unternehmen mit den pfiffigen Entwicklern heißt isocal HeizKühlsysteme GmbH. Und das beste ist: es muss kein Hotel mehr sein, um diese Technologie zu nutzen.

Physik: Der Energieerhaltungssatz

Das physikalische Prinzip, welches der Solareis-Heizung zugrunde liegt ist der Energieerhaltungssatz. Ich bin mir sicher, dass dir dieser Satz sicher schon mal über den Weg gehopst ist. Da dies bestimmt schon eine Weile zurückliegt, erlaube mit eine kleine Auffrischung deiner Physikgrundkenntnisse:

Der Energieerhaltungssatz
Die Gesamtenergie in einem abgeschlossenen System bleibt konstant.

Einfacher erklärt es Wikipedia, und da ich es so kurz und prägnant auch nicht besser erklären kann erlaube ich mir mal zu zitieren:

Der Energieerhaltungssatz sagt aus, dass die Gesamtenergie eines abgeschlossenen Systems sich nicht mit der Zeit ändert. Zwar kann Energie zwischen verschiedenen Energieformen umgewandelt werden, beispielsweise von Bewegungsenergie in Wärme. Es ist jedoch nicht möglich, innerhalb eines abgeschlossenen Systems Energie zu erzeugen oder zu vernichten: Die Energie ist eine Erhaltungsgröße. (Quelle: wikipedia)

Heizen mit Eis – SolarEis

An dieser Stelle könnte ich jetzt ziemlich viel Zeug schreiben. Das Prinzip ist faszinierend, logisch und auf der Homepage von isocal richtig gut beschrieben. Es wäre Energieverschwendung, das jetzt in andere Wort zu fassen und nochmal aufzuschreiben. Deshalb empfehle ich dir bei Interesse einfach die Punkte der SolarEis-Seite mal durchzuschauen. Ich verspreche dir, dass du sehr gut unterhalten wirst.

Das Heizen mit Eis erscheint uns als die absolut beste Heizungsmöglichkeit für unser neues Haus zu sein. Das SolarEis-System ist unglaublich umweltfreundlich, scheint recht wartungsarm zu sein und erlaubt – einmal installiert – ein recht autarkes Heizen. Man braucht keinerlei fossile Brennstoffe mehr. Ist das nicht der Hammer? Noch hammermäßiger wird es, wenn man bedenkt, dass im Sommer das Eis im Tank zum Kühlen des Hauses verwendet wird. Unglaublich, oder?

Hier mal ein sehr gutes, erklärendes Video zum Nutzen der Kristallisationswärme beim Heizen und Kühlen mit SolarEis:

Wir warten jetzt noch immer auf den errechneten Energiebedarf unseres Holz100-Hauses und dann werden isocal kontaktieren. Wenn die LÖsung auch nur halbwegs im erschwinglichen Bereich liegt, wird das unsere „eisige Heizung“.

Lass mich dazu noch einmal von der isocal-Homepage zitieren:

„Das SolarEis-System kombiniert Heizen und Kühlen auf höchst ökonomische Art und Weise und nutzt dabei vier natürliche Energiequellen: Sonne, Luft, Erdwärme und Wasser. Im Vergleich zu anderen Heizsystemen überzeugt SolarEis durch Effektivität, Zuverlässigkeit, Umweltbewusstsein sowie durch attraktive Investitions- und Betriebskosten. Solar-Eis vereint die Vorteile der besten am Markt verfügbaren Heizsysteme mit der einer innovativen Speichertechnologie. Es ermöglicht, Energie über viele Monate im preiswerten Speichermedium Wasser zu konservieren. Jede Hauswasserleitung kann man vor Ort zum Befüllen eines SolarEis-Speichers nutzen. Somit entfallen Transportkosten für das Speichermedium zum Bauplatz. Zudem ist es als Wärmespeicher hocheffektiv und völlig umweltneutral. Im Heizbetrieb treten Kosteneinsparungen gegenüber herkömmlichen Systemen von etwa 50% auf, bei der Kühlung von über 95%. Die CO2-Belastung der Umwelt wird dadurch massiv reduziert.“

Mir scheint, dass irgendwie mein Name, meine Adresse und mein Haus darin mitschwingen. 🙂 Sobald ich mehr weiß und ein wenig tiefer in die Materie eingedrungen bin, schreibe ich ein wenig mehr darüber.

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