Diese äußerst leckere Reissuppe mochte ich schon als Kind und noch heute kann ich nur davon schwärmen. Sicher - man kann diesen Eintopf jederzeit kochen, aber bei uns daheim gabs ihn fast hundertprozentig nach Weihnachten. Wenn es nämlich den feiertäglichen Gänsebraten in den Backofen verschlagen hatte, fristeten diverse Kleinteile der ursprünglichen Gans ihr Dasein auf dem Küchentisch. Dieses Gänseklein (bestehend aus den Flügeln, Herz, Magen, Leber) muß nicht weggeworfen werden. Man kann daraus eine sehr schmackhafte Brühe gewinnen, die die Grundlage für den Reiseintopf bildet.
Die Zutaten
- reichlich Gänseklein
- 3 Kochbeutel Reis
- 1 Zwiebel
- Hühnerbrühe
- Salz, 4 Pimentkörner
- 1 Lorbeerblatt
- 4 Pfefferkörner
That's all. Statt des Gändeklein kann man natürlich auch eine Poularde
oder ganz normales Hähnchen nehmen. Die ganzen Würzkörner braucht
man nicht unbedingt, aber sie kräftigen die Brühe geschmacklich
sehr auf.
Am besten bereitet man den Eintopf im Schnellkochtopf zu.
Step 1: (5min)
Fleisch waschen und ab in den Topf. Eventuell die Innereien säubern
und ebenalls dazutun. Die Zwiebel ungeschält (aber gewaschen) dazuwerfen.
Die Körner und Beeren wandern durch geschicktes Hantieren ebenfalls
in den Topf. Mit Wasser ca. 2/3 auffüllen. Und ab auf den Herd damit.
Step 2: (40min)
Die Brühe auskochen lassen (mit Druck auf dem Schnellkochtopf). Nebenbei
in einem separaten Topf schonmal den Kochbeutelreis kochen.
Step 3: (10min)
Das Fleisch von den Knochen lösen. Die Innereien in mundgerechte Stücke
teilen. Das ist eine ziemliche "Friemelarbeit". Anschließend
werden (falls sie aus dem Sieb geglitten sind) die vorwitzigen Wacholderbeeren
und Pimentkörner aus der Brühe gefischt. Nur Warmduscher kippen
dazu die gesamte Brühe durch ein Sieb!
Step 4:
Das Fleisch sowie der Reis wandern in die Brühe, die nun mit etwas
Salz und Hühnerbrühe geschmacklich abgestimmt wird.
Step 5: (optional)
Wer mag, kann noch etwas feingehackte Petersilie einstreuen .... Fertig!
Wenn alles paßt, kann ich nicht mehr aufhören mit essen. Geschmacklich weicht die Version mit dem Gänseklein eheblich von der mit dem Hühnerklein ab. Zum Besseren übrigens ...
Fazit: Ein Eintopf der ohne viel Eigenaufwand sehr schnell zubereitet ist und einfach vortrefflich schmeckt.
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