Es gibt wohl neben Tomaten- und Blattsalat und natürlich dem Gurkensalat kaum eine andere Beigabe zu jedwedem Essen, die leichter zuzubereiten und dabei höchst willkommen frisch und leicht ist. Außerdem gehts wahnsinnig schnell.
Die Zutaten
- 1-2 Gurken
- 1 Zwiebel
- Öl
- Zitronensaft
- Salz
- Pfeffer
- Schnittlauch (wenn man mag)
- Dill
- Zucker
Step 1: (7min)
Es hat sich durchgesetzt, dass die Gurken nicht als Ganzes einfach in eine
Schüssel geworfen und dann vermengt werden. Vielmehr sollte man vor
der Herstellung eines Gurkensalats bestrebt sein, die zu verarbeitenden
Namensgeber erstmal zu schälen. Anschließend nutzt man herkömlicherweise
eine Raspel, um die Gurken in eine etwas mundgerechtere Form zu bringen.
Aufgrund der Vielfalt der angebotenen Schnitzhelfer kann hier nur schlecht
ein ultimativer Tipp gegeben werden. Wenns aber bequem sein soll, dann nimmt
man eine Raspel, mit der man die Gurke scheibchenweise zerkleinert. Hierbei
sollte tunlichst darauf geachtet werden, dass der Raspel- oder Reibevorgang
über einem Auffangbehälter stattfindet - erfahrener Weise sei
hier eine Schüssel erwähnt. Es ist immens schwieriger, die kleinen,
schwer fassbaren Gurkenscheibchen auf dem Küchentisch einzusammeln
und die Schüssel zu geben, als die Scheiben gleich in die Schüssel
plumpsen zu lassen.
Step 2: (3min)
Nachdem der brutale Vorgang der vielfachen Teilung der Gurken vollendet
ist, rückt man der Zwiebel mit einem Messer zuleibe und zerkleinert
diese in nicht zu große Zwiebelbrösel. (*)
Diese werden dann beherzt zu den Gurkenscheiben gegeben.
Step 3: (4min)
Der Rest geht dann schnell.
Salz, Pfeffer und Dill nach gutdünken über den noch jungfräulichen
Salat geben. Obacht! Wenn man noch kein Gefühl für
die richtige Dosis hat, sollte man vorsichtig streuen. Es ist wesentlich
einfacher etwas nachzuwürzen, als beispielweise überschüssiges
Salz wieder aus dem Salat herauszuextrahieren.
Ein Teelöffel Zucker freut sich ebenfalls, als Zutat mithelfen zu dürfen.
(**)
Bei zwei Gurken kann man nun gut und gerne 3-4Eßlöffel Öl dazugeben. Ein, zwei kräftige Schuß Zitronensaft machen den Salat frischer.
Schlußendlich vermengt man den kompletten Schüsselinhalt mithilfe von entsprechenden Besteck. Zwei Löffel, zwei Gabeln, ein Löffel und eine Gabel - egal. Hauptsache der Salat wird schön durcheinander gemengt.
Ich empfehle Dir, den Gurkenslat immer schön rechtzeitig zuzubereiten, damit er bis zum Verzehr noch fein durchziehen kann.
(*) Eine Zwiebel klein zu schneiden ist für viele ein Graus. Zu leicht geraten die einzelnen Schnittstufen durcheinander und verhindern ein zügiges, frustfreies Schneiden. Jedenfalls gings mir jahrelang so. Bis ich dann mal beim Kochduell gesehen habe wie es einfacher geht. Deshalb sei an dieser Stelle eine kleine Anleitung erlaubt.
Man schneidet die entkleidete Zwiebel zunächst mal in zwei Hälften.
Die klassische Form einer Zwiebel macht es uns dabei einfach, einen mittigen
Schnitt anzubringen. Probier's - und Du wirst verstehen was ich meine. Anschließend
widmen wir uns erstmal der einen Hälfte, welche wir mit der Schnittstelle
nach unten auf ein Brettchen legen. Die Seite mit dem Strunk sollte zum
Körper zeigen. Mit der linken Hand fixiert man die Zwiebel. Nun schneidet
man mit der rechten Hand kleine Scheiben in die zwiebel, beginnend von rechts.
Der Clou kommt jetzt: Man schneidet nicht bis zum Rand durch, sondert hält
kurz vor der vollkommenen Trennung der Scheibe inne. Die linke Hand gibt
dabei immer mehr Zwiebel preis. So verfährt man bis man die linke Hand
wegziehen muß, weil keine Zweibel mehr darunter zu finden ist. Eine
beherzte 90°-Wendung bringt uns dem Ziel (zur Erinnerung: eine kleingewürfelte
Zwiebel) näher. Die linke Hand fungiert wieder als eine Art Schraubzwinge
und mit der rechten Hand schneidet man nun erneut Scheiben. Bloß das
nun keine Scheiben entstehen, sondern kleine Stäbchen, die bei genauer
Betrachtung auseinanderfallen: In Würfelchen.
Wichtiger Hinweise: Diese Anleitung ist für Rechtshänder geschrieben.
Linkshänder müssen da etwas umdenken.
Noch ein wichtiger Hinweis: Man schneidet die Zwiebel nicht mit der Kante
der rechten Hand -der sogenannten rechten Handkante, sondern man benutzt
in selbiger Hand ein scharfes Messer, welches nicht zu groß sein sollte,
damit man ein gewisses Maß an Feingefühl entwickeln kann.
(**) Falls Du Dich fragen solltest, was der Zucker da soll:
Ganz einfach: Der Zucker entzieht der Gurke Wasser und so entsteht eine
würzige Brühe, welche von vielen Leuten liebend gern "getrunken","geschlürft"
oder auf eine sonstwie geartete, angenehme Art und Weise konsumiert wird.
Fazit: Gurkensalat gehört einfach zum Grundrepertoire eines Kochs. Aus und fertig. Dafür lasse ich mich in Stücke hauen.
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