Schweinebraten im Römertopf zubereiten? Ich stand dem Vorhaben zunächst
etwas skeptisch gegenüber, doch vor wenigen Wochen ging ich es an und
bereitete ein Essen, welches mir noch heute das Wasser im Munde zusammenlaufen
läßt (was auch bestimmt der Grund dafür ist, dass ich das Rezept erst
jetzt aufschreibe).
Die Zutaten
- ca. 1kg Schweinebraten (Nacken)
- 2 Zwiebel
- 200ml Rotwein
- 400ml Brühe
- 3 mittelgroße Karotten
- 4 Tomaten
- 3TL Salz, 2TL Pfeffer
- 1TL Kreuzkümmel (gemahlen; gemahlener Kümmel geht bestimmt auch)
Und so gelingt nun der saftige Schweinebraten:
Der Römertopf sollte zunächst einmal ca. 1 Stunde eingewässert werden. Sonst kann es passieren, dass man ein rech kurzes Vergnügen mit dem Teil hat. Zum Wässern lasse ich ein Spühlbecken mit kaltem Wasser volllaufen und versenke dann den Römertopf (ja - samt Deckel!) darin.
Jetzt habe ich Zeit und Muße, die Zwiebeln zu schälen und klein zu würfeln. Die Karotten wasche und zerkleinere ich anschließend ebenfalls in Würfel. Die Tomaten werden auch über die Nutzung von Wasser von Schmutz befreit, geviertelt und beiseite gestellt.
An dieser Stelle empfehle ich auch gleich die Herstellung der Brühe, damit diese nicht superheiß in den kalten Römertopf gekippt wird, was zu einem schnellen Ableben des Römertopfes führen kann. Optimalerweise mache ich dazu mit einem Wasserkocher Wasser warm (wer hätte das gedacht!) und nehme die Hilfe eines häuslichen Messbechers in Anspruch, indem ich diesen mit 400ml heißen Wasser fülle und dieses mit 2 gehäuften Teelöffeln Instantbrühe verunreinige. Auch dieses Gefäß wartet nun darauf, dass der Römertopf genügend gewässert ist.
Der Schweinebraten wird gewaschen und mit Küchentüchern abgetrocknet auf einem Brett gelagert. Zum würzen gehe ich wie folgt vor: Ich nehme meist bei Braten einen Unterteller und schütte die Gewürze auf selbigen. Dann mische ich das alles gut durch und kann so bequem und gleichmäßig die Gewürze auf dem Braten verteilen und einmassieren. Das gelingt ganz wunderbar.
Inzwischen ist unser Römertopf bezugsfertig und der Schweinebraten findet eine bequeme Lagerstätte darin. Wir kippen die Brühe rein, schließen den Topf mit dem Deckel und stellen den Römertopf in den kalten(!) Ofen. Das ist wichtig! (Sonst vorzeitiger Tod des Römertopfes wahrscheinlich!). Der Ofen wird auf 180°C Umluft gestellt und der Braten schmort nun die nächsten 60min gemütlich darin vor sich hin.
Nach 60min nehmen wir den Römertopf aus dem Ofen, kippen den Rotwein um den Schweinebraten herum und verteilen das Gemüse. Deckel wieder drauf und ab in den Ofen für die nächsten 60min.
Damit auch ein komplettes Mahl entsteht empfehle ich an dieser Stelle
einen oder mehrere Gedanken an das Drumherum zu verschwenden und mit
einigen Erschrecken daran zu denken, dass auch Kartoffeln serviert werden
sollen. Ab - Kartoffeln schälen und kochen! Aber fix!
Ich entdeckte zudem noch eine Packung Sauerkraut und kochte diese gleich
mit. In einem Extra-Topf! (Tipp: Tu ein gutes Stück Butter, ein Lorbeerblatt und 2 Pimentkörner
mit in den Topf!)
120min sind nun rum und der Römertopf kommt aus dem Ofen. Er sollte idealerweise auf keiner kalten Fläche abgestellt werden; also nimm bspw. ein Küchenbrett oder ein Geschirrtuch als Unterlage. Der Schweinebraten wird aus der Soße rausgenommen und kurz auf einem Teller zwischengelagert. Schnell ist ein Topf sowie ein großes Küchensieb organisiert. durch letzteres schüttet man die Soße in ersteren rein. Das Fleisch kommt nochmal in den nun leeren Römertopf der jetzt ungeschlossen führ etwa 10min in den Ofen wandert. Das gibt dem Schweinebraten ein knuspriges Äußeres!
Den Siebinhalt passiert man nun. Was passiert?
Nun mit einer Gabel drückt man den Inhalt gegen das Sieb und gewinnt
so wertvolle Inhaltsstoffe für die endgültige Soße. Das geschieht idealerweise
über dem Topf mit der Soße!
Der Topf mit der Soße wird noch erhitzt, die Soße mit Mehl angedickt und aufgekocht und ..... fertig!
Fazit: Mit einem Schweinebraten im Römertopf kann man fast nichts verkehrt machen. Das Fleisch ist saftig und absolut lecker.
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