Politik

Manchmal ist es echt erfrischend, in alten Archiven herumzustöbern. Gerade stolperte ich über meine folgende Definition von Politik:

„Politik ist ein Spielzimmer für Leute die sich wichtig vorkommen und keine eigenen Meinung haben (dürfen). Sie wurden von einem Volk gewählt, dass sie nicht versteht und welches die Gewählten nicht verstehen. Für Politiker geht es ausschließlich um Macht – um die eigene. Und dieses Ringen um Macht geht nur über den Verzicht auf Individualität. Alle Politiker, egal welcher Ausprägung oder Parteienangehörigkeit, spielen in einem einzigen, großen Orchester. Sie spielen – ohne das sie es merken – alle die gleichen Instrumente. Deshalb sind sie austauschbar, ohne das sich dies in irgendeiner Art und Weise bemerkbar machen würde.“

Das habe ich im März 2005 mal geschrieben und eben in den finstren Niederungen meines Themenmixer-Archivs aufgespührt.

Noch besser hat Douglas Adams das Hauptproblem mit der Politik umschrieben:

Das Hauptproblem – eines der Hauptprobleme, denn es gibt mehrere – eines der vielen Hauptprobleme beim Regieren von Leuten ist, von wem man sich das gefallen läßt; oder vielmehr, wer es schafft die Leute soweit zu kriegen, daß sie sich’s gefallen lassen.

Zusammenfassend: Es ist eine allseits bekannte Tatsache, daß die Leute, die sich am meisten wünschen, Leute zu regieren, gerade deshalb diejenigen sind, die am wenigsten dazu geeignet sind. Um die Zusammenfassung zusammenzufassen: Jeder, der imstande ist, sich zum Präsidenten wählen zu lassen, sollte um alles in der Welt daran gehindert werden, daß er seinen Job ausübt.

Um die zusammengefaßte Zusammenfassung zusammenzufassen: Leute sind ein Problem.

Dieser Text stammt aus der fünfteiligen Triologie „Per Anhalter durch die Galaxie“; genauer gesagt aus Teil II: Das Restaurant am Ende des Universums.

Ich denke mal, dass diese Worte dem Wesen der Politik sehr nahe kommen. Wenn auch nur in meinem Verständnis. Schließlich gehöre ich auch zu den Leuten.

1 Antwort

  1. Mauricio Vondrasek sagt:

    Wulf sorgt sich um die Demokratie?. Mal ehrlich, wundert das noch? Die Regierungen (egal welche Koalition) machen doch eh das was sie wollen. Wie kann Otto-Normalverbraucher noch Interesse an Politik haben, wenn die Regierungen immer alles anders machen als versprochen. Die sollten sich mal wieder ins Gedächtnis rufen, wer sie eigentlich bezahlt.

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