Pixazza – AdSense für Bilder – Geld mit Bildern verdienen

[Bitte beachte das Update am Ende dieses Postings.]

Kann man mit Bildern auf einer Webseite Geld verdienen? Gerade für Sites mit vielen Bildern stellt sich mitunter das Problem, dass sie sich nicht oder nur schwer monetarisieren lassen. Eine der beliebtesten Methoden, um mit einer Webseite Geld zu verdienen ist und bleibt Google Adsense. Aber: AdSense funktioniert am besten auf Webseiten mit viel Text. Immerhin extrahiert Google aus dem Text die relevantesten Keywords für die AdSense-Anzeigen.
Doch was ist nun wenn Text nur in überschaubarer Menge vorhanden ist? Für herkömmliche Vermarktungsmethoden fehlt auf Fotoseiten auf einfach die Textmenge.

Pixazza im Einsatz auf Stundenzeiger.de

Hier kommt Pixazza ins Spiel. Pixazza ist so eine Art AdSense für Bilder. Und bis vor 2 Monaten kannte ich das überhaupt nicht. Bis ich eines Tages auf einer Webseite (deren Adresse mir leider entfallen ist) so „komische Werbung“ auf den Bildern erspähte. Sobald ich auf dieser Seite ein Bild in den sichtbaren Bereich scrollte, sliderte eine „AdSense-Anzeige“ in das Bild. Jedenfalls sah es auf dem ersten Blick nach Google-AdSense aus. „War mir da eine AdSense-Anzeigenart entgangen?“, dachte ich. Immerhin erscheint im Footer der Anzeige das gewohnte „Google-Anzeige“!
Ich fand die Idee ziemlich genial und meldete mich so Mitte März an. Inzwischen habe ich ca. 6 Wochen Erfahrung mit Pixazza und kann sagen: Mit AdSense für Bilder kann man Geld verdienen.

Wer ist Pixazza?

Founded in 2008, Pixazza, Inc. is the worldwide leader in interactive images. By enabling consumers to mouse over images to learn more and see related products, Pixazza has pioneered the use of images as real estate for brand advertising and ecommerce.

2009 ist Google mit über 5 Millionen EUR bei Pixazza eingestiegen. Das Ziel: einen Dienst für Bilder-Overlay-Werbung entwickeln. Neben der AdSense-ähnlichen Vermarktung der Bilder, bei der über ein JavaScript automatisch passende Advertiser für Bilder gesucht und deren Ads eingeblendet werden, können Publisher einzelne Bereiche ihrer Bilder mit HotSpots versehen. Per MouseOver werden dann Preise, Zusatzinformationen oder eigene Ads eingeblendet. Im Grunde genommen können Bilder-Publisher das komplette Bild gezielt vermarkten. Sogar mehrfach, da mehrere HotSpots möglich sind – wie bei einer Imagemap.

Wie funktioniert Pixazza?
Pixazza wird via JavaScript eingebunden und sorgt dann für die Overlay-Ads auf Bildern. Vergütet wird wie bei Google AdSense auf Klickbasis. Jedoch kann man die Pixazza-Ads so erweitern, dass auch Leads oder Sales vergütet werden können.
Am besten beschreibt das folgende Video den Einsatz und die Möglichkeiten von Pixazza:

Lohnt sich Pixazza?
Ich habe erst kürzlich ein längere Zeit brachliegendes Projekt reanimiert und da dort viele Bilder zum Einsatz kommen, gleich einmal Pixazza eingebunden. In den vergangenen 6 Wochen konnte ich damit knapp $50 verdienen. Nicht viel, aber immerhin. Die Klicks schwanken von Tag zu Tag beträchtlich. Die Einnahmen folglich auch. Aber sie plätschern kontinuierlich. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Seiten mit genügend Traffic ein gutes Maß an Einnahmen aus der Vermarktung ihrer Bilder via Pixazza erzielen können.
Ich setze Pixazza auf http://www.stundenzeiger.de ein – ein Blog über Uhren. Das bietet sich an, hat doch im Normalfall jedes Posting ein Bild integriert. Ich habe mir einen Account eingerichtet und den Stundenzeiger als Plattform angemeldet. In der Folge bekomme ich einen Javascript-Schnipsel, den ich auf jeder Seite einbinden kann. Aufgrund der Verwendung von WordPress als CMS bietet es sich an, den Code nur einmal einzubauen – in der footer.php – und damit auf jeder Seite einzusetzen.

Welche Erfahrungen habe ich mit Pixazza gemacht?
Ganz wichtig beim Einsatz von Pixazza ist, dass die Bilder eine Mindestbreite von 200px haben sollten – sonst passen die kleinstmöglichen Ads nicht rein und Pixazza blendet keine Ads ein.
Verwendet man Banner etc. auf seiner Seite kann es vorkommen, dass sich Pixazza auch auf die Banner hängt. In dem Fall ist das etwas kontraproduktiv. In den Advanced-Options seiner Plattform bei Pixazza, kann man das Javascript jedoch „feinsteuern“. So ist es möglich, per Filter anzugeben, welche Bilder für Pxazza zur Verfügung stehen und welche ignoriert werden sollen. Bei mir gestaltete sich das erst etwas schwierig, da ich versuchte einen Negativ-Filter zu verwenden. Z.B. alle Bilder die von Ebay kommen, sollen ignoriert werden. Das funktionierte bei mir gar nicht. Also dachte ich anders herum und definierte alle Bilder die meine Domain in der URL haben (also www.stundenzeiger.de) als potentielle Pixazza-Bilder. Alle anderen Bildern werden nicht von Pixazza verwendet. DAS hat dann wunderbar funktioniert.

Auch die erste Gutschrift wurde korrekt via Paypal verbucht. Ab einem Guthaben von $10 wird monatlich ausgezahlt; jedoch kann man sich die Grenze auch selbst auf bis zu $500 setzen. Schafft man die Auszahlungsgrenze in einem Monat nicht, wird das Guthaben auf den nächsten Monat weitergereicht. Wichtig: Man kann mehrere Seiten mit Pixazza vermarkten. Für die Auszahlung wird jede Site einzeln betrachtet! So kommt es, dass man in der Summe über der Auszahlungsgrenze liegen kann, jedoch keine Überweisung bekommt, weil keine der Sites für sich die Grenze überschritten hat.

Fazit:
Ich werde weiterhin auf Pixazza setzen. Mit steigender Advertiserbasis wird sicher auch das Potential für mehr Verdienst steigen. Das Google Venture mit von der Partie ist, werte ich als gutes Omen für die Zukunft.

Update 08.06.11:
Ich habe Pixazza auf Stundenzeiger.de wieder deaktiviert. Aus irgendeinem unerfindlichen Grund werden die Anzeigen seit einigen Wochen nicht mehr einblendet. Die Statistik auf Pixazza sagt aber dass sie abgerufen werden. Ohne Anzeige kein Verdienst und nur unnötiger Traffic. Eine Nachfrage im Supportforum brachte nichts. Also habe ich mich entschlossen, Pixazza zu deaktivieren.

6 Antworten

  1. Franz sagt:

    Klingt nach einer guten Idee, solang entsprechend große Bilder eingesetzt werden – irgendwie wäre es ja sinnverkehrt, wenn die Werbung die Hälfte oder mehr des Bildes einnimmt, dann braucht man das Bild auch nicht zu verwenden 😉

    • Themenmixer sagt:

      Jepp – die Bilder sollten wie gesagt mindestens 200px breit sein und natürlich auch ne entsprechende Höhe haben. Sonst rasselt dir die Werbung das ganze Bild voll. Vor allem bei Porträt-Bildern wirkt Pixazza ok, bei Landscape muss man abwägen.

  2. Markus sagt:

    Kann man die Schrift dann nicht unter das Bild setzen? Ich mein das macht ja die ganze Bildkomposition kaputt, wenn überhaupt einfach Schrift drüber gelegt wird. da müsste man ja beim Bild unten extra Platz lassen, damit es nicht zerstört wird.

  3. frank sagt:

    Das muss man eben einfach beim Fotografieren beachten und von vornherein Raum lassen. Stockfotografie-mäßig. Damit lässt sich übrigens auch gut Geld verdienen, wenn man weiß, wie 😉

  4. badshah sagt:

    naja geht ja darum geld zu verdienen und plista.com bietet sowas auch an, dort wird aber nur beim überfahren des Bildes mit der Maus ein kleiner Streifen oben oder unten eingeblendet.

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