Mein neuer Computer – Teil 1: Ausgepackt wird!

Dies sind die ersten Zeilen, welche ich meinem neuen Computer zum Fressen gebe. Wie du siehst, konnte ich das Highspeedwunder von PC erfolgreich zum Leben erwecken. Doch das ging lange nicht so fix wie ich mir das vorgestellt hatte. Vielmehr musste ich vom Auspacken der großen Kiste, die DHL hier abgeliefert hatte, bis zum Schreiben dieser  Zeilen einiges an Tätigkeiten einschieben, die so nicht im Plan standen. Doch der Reihe nach … Am letzten Montag erwartete mich das erste Paket, als ich abends aus dem Büro nach Hause kam. Darin befanden sich die Monitore, Tastatur und Maus und ein DVI-Kabel. Ich hatte das ja so bestellt und weil alles bei Amazon zu haben war, kamen die Teile innerhalb von 2 Tagen bei mir an. Samstag bestellt – Montag geliefert. So liebe ich das. Und weil das so normal für mich ist, vergaß ich glatt diesen Vorfall fotografisch festzuhalten.

Der Rechner selbst sollte am Mittwoch bei mir eintreffen, was er dann auch dankenswerterweise tat. Als ich abends geschafft nach Hause kam, stand sie da – die Kiste aller Kisten. Ich zückte sofort das Handy und … begann das Auspacken mehr oder weniger ungekonnt zu dokumentieren. Mir schwebte mein allererster „Auspack-Post“ vor und den wollte ich um nichts in der Welt „versauen“.

Der Neue wird ausgepackt …

Großes Paket - vermutlich mit gekauftem Computer!

Noch ungeöffnet: vermutlich steckt da ein neuer Computer drin.

Mit dem Auspacken zügelte ich mich noch, denn es sollte erst einmal Abendessen geben und außerdem musste ich sowieso erst einmal das Chaos auf und unter dem Schreibtisch beseitigen, damit ich den Neuen auch zünftig aufbauen kann. Von dem Chaos habe ich aus nachvollziehbaren Gründen kein Bild gemacht. 😉

Dann öffnete ich das Transportverpackungsungetüm brutal mit einer Schere. Der Anblick vom Inneren der Kiste überraschte mich angenehm:

Sehr gut verpackt: der neue Computer im Transport-Karton!

Da wackelt nix: das Innenleben der Kiste zeigt, dass die Kiste in der Kiste mit Hilfe von kleinen Kisten sehr gut verpackt ist. Da eiert nichts im großen Karton herum!

Vier kleine Schachteln mit einigem Kunststoffzeug dazwischen hatten beim Transport des Computers dafür gesorgt, dass dieser in der Transportbox nicht zu viel Bewegungsfreiheit hatte. Das ist beim Versand eines Computers sicherlich von Vorteil, denn durch wilde Tänzchen lockern sich die einen oder anderen Schräubchen vielleicht doch, oder ganze Steckkarten, oder Stecker verlieren ihre Bindung zum System! Alles schon vorgekommen. Bei meinem Computer-Paket aber nicht. Großes Lob an den Hersteller!

Auf dem Bild gut zu erkennen ist die eine Box, die aus dem Rahmen der durch die anderen Schachteln vorgegaukelten Neutralität fällt. Offensichtlich ist sie was besonderes und ich wollte gleich ergründen, was sich darin befand.

Kabel, CDs, Handbücher, Wegwerfpapier und Gutscheine

Kabel, CDs, Handbücher, Wegwerfpapier und Gutscheine … alles hübsch in einer Schachtel zusammengefasst.

Aha … neben der Rechnung lagen auch die notwendigen Kabel sowie das ganze andere Geraffel wie Treiber-CDs, Handbuchimitate, Garantiepolicen und … Gutscheine darin, welche für Sendungen von Amazon so typisch sind.

Nachdem ich die oberen Schachteln aus der Transportkiste geholt hatte, kam endlich der Rechner in Sicht:

Originalverpackung des neuen PCs

Unter der obersten Schicht an dämmenden Schachtelpolstern kam die Originalverpackung des neuen PCs zum Vorschein …

Sorry – für das miese Bild. Ich war wohl inzwischen zu doof und abgespannt, um gescheite Bilder zu machen. Jedenfalls sah so die Originalverpackung des Rechners aus.

Der Rechner selbst wurde von mir geschwind aus der Kiste gezogen … und da stand er nun. Ich durfte als erstes sein Hinterteil bewundern:

Die Rückfront des neuen Computers mit allen Anschlüssen.

Sehr hübsch anzusehen: die Rückseite des neuen Computers. USB-Anschlüsse, Grafikausgänge, Soundbuchsen … alles da.

Das Gehäuse sieht sehr gut aus. Gefällt mir. Kein übermäßiger Schnickschnack. Alle Anschlüsse da wo ich sie erwartet habe. Das Netzteil ist erfreulicherweise unten. So liegt das Stromkabel einfach nur flach am Boden und muss sich nicht erst in die Höhe schlängeln.

Von oben aus sieht man sehr gut den Einschalter sowie weitere USB-Ports … USB 3.0 wohl gemerkt – da geht die Post ab.

Der neue PC in der Draufsicht.

Netzschalter, RESET, sowie USB 3.0-Ports nebst Kartenleser und Kopfhörer-Buchse.

Der Aufbau meiner Höllenmaschine

Ich schaffte das Ungetüm ins Arbeitszimmer. Zunächst musste ich den alten Rechner samt Peripherie auf den gegenüberliegenden Schreibtisch verlagern. Das ging recht fix. Dann stellte ich die beiden BenQ-Monitore auf (die nun den ganzen Platz auf dem Schreibtisch in Anspruch nehmen!), legte Kabel mehr provisorisch unter den Tisch, stellte fest, dass ich lieber ein HDMI-Kabel statt ein DVI-Kabel gekauft hätte, nahm statt dessen erst einmal das VGA-Kabel für den zweiten Monitor, stöpselte alle Kabel an den Rechner, legte den Netzschalter an der Rückseite des Rechners um und ….. stand erst einmal auf, um mein Werk zu bewundern.

Dann drückte ich den Netzschalter des Rechners.

Die Monitore erwachten zum Leben.

Statt des erwarteten Windows 7 Professional 64bit Startscreens bog der Rechner in Richtung BIOS ab.

Ein interessantes BIOS, welches ich so noch nie gesehen hatte.

Das BIOS des euen Rechners

Beeindruckende visuelle Informationsfülle im UEFI-BIOS!

Was mich beeindruckte war die Animation. Das BIOS bewegte sich! Da drehten sich augenscheinlich Lüfter, da schraubte sich ein Signal in die Höhe, da wurde sogar Temperatur gemessen und deren Verlauf angezeigt! Ich war baff und studierte die verschiedenen Anzeigen. Völlig von den Socken war ich, als ich feststellte, dass das BIOS auf Mausbewegungen reagierte und ich auf der rechten Seite die Boot-Reihenfolge der Laufwerke per Drag&Drop ändern konnte. Das gab’s bei allen meinen vorherigen Rechnern nie!

Ich spielte ein wenig in den Menüs herum und spazierte durch die verschiedenen Einstellungen. Aber irgendwann hatte ich Nase voll und verließ das UEFI-BIOS.

Der Rechner startete neu durch und …. ging wieder ins BIOS. Ich runzelte die Stirn. Vielleicht musste sich der neue Computer erst an mich gewöhnen? Ich startete verwegen erneut … und kam wieder im BIOS raus.

Hmmmm.

Dann fiel es mir wie Augen von den Schuppen: da war gar kein Windows da! Die hatten das Windows vergessen aufzuspielen! Ich lachte kurz auf und begann in dem CD-Rom-Stapel nach der Installations-CD zu suchen. Doch fand ich nichts. Orrrrrr.

Ich ging gerade meine Optionen durch und plante bereits den Anruf beim Hersteller, der ob der fortgeschrittenen Stunde wohl erst morgen stattfinden könnte. Um auch ganz sicher zu gehen, studierte ich noch mal die Beschreibung bei Amazon.

Und da stand es:

Treiber liegen bei, Auslieferung erfolgt ohne OS, das System unterstützt Windows 7, 8, 8.1 und höher sowie Linux

Wieso …. warum … weshalb … Aber da stand doch immer inkl. Windows 7 prof. ????

Und dann hatte ich es beisammen: In den letzten Monaten galt meine Liebe dem kleinen Bruder meines Rechners, der lt. Beschreibung das Windows 7 inklusive hatte. Für meinen Großen galt das nicht!

Da stand ich nun …. mit einer offensichtlich lebensfähigen HighTech-Maschine; aber ohne Betriebssystem völlig nutzlos.

Natürlich habe ich nicht mal eben eine Windows 7 – Lizenz hier herumfahren. Und so dämmerte mir recht schnell, dass ich so nicht weiterkommen würde. Ich winkte ab, machte mir in Gedanken eine Notiz, am folgenden Tag irgendwo ein Windows auftreiben zu müssen und ging schlafen.

Habe ich den neuen Computer doch noch zum Laufen bekommen? Natürlich – sonst würde ich diese Zeilen hier nicht mit seiner Hilfe schreiben. Aber wie die Geschichte weitergeht, was ich noch alles tun und kaufen(!) musste, das erfährst du im nächsten Artikel …. 🙂

1 Antwort

  1. Huskynarr sagt:

    Das Bios wurde durch UEFI ersetzt, nur wird es der Verständlichkeit UEFI-Bios genannt.
    Ich wollte dich bereits schon fragen, ob du darauf geachtet hast, das dass Betriebssystem im UEFI Modus installiert wurde, denn das sind noch einmal gravierende Unterschiede und damit hatte ich bisher immer Theater. 😀

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