Baut ihr eigentlich nicht?

Die Frage muss ich mir immer wieder anhören: „Ich dachte, ihr baut? Baut ihr nicht?“

Doch wir bauen; auch wenn sich das inzwischen ganz schön hinzieht. Der letzte hier propagierte Stand war, dass eine ziemlich zugewuchterte Einöde darauf wartete, entvegetarisiert zu werden. Nun – das ist schon ein ganzes Weilchen her und inzwischen überhaupt nicht mehr up to date. Den aktuellen Stand unsere Bauvorhabens sieht man ob auf dem Artikelbild: das ist der Keller. Der steht jetzt auch schon ein paar Wochen so herum und immer wieder werden kleinere Sachen daran gemacht. In die Erde versenkt wurde das gute Stück Anfang des Jahres. Kurz bevor dieser häßliche, lange Winter über uns herfiel und ein anständiges Weiterarbeiten vereitelte. Jetzt – wo der Lenz durch die Gegend schleicht – erwacht auch unsere Baustelle wieder. Der Keller ist nun so gut wie fertig. Wenn alles wie geplant weitergeht, wird kommende Woche aufgeschüttet und dann der Rest des Kellers angeschwärzt. Tja und dann …

Das Haus, was auf den Keller kommen soll, ist fertig. Es muss nur noch hergekarrt werden, wenn ich die News richtig interpretierte. Ich gestehe, dass ich heilfroh darüber bin, mich nicht um alles kümmern zu müssen. Mir obliegt die Aufgabe, für den steten Strom an Knetmasse zu sorgen, damit all die involvierten Handwerkerlein und Firmlein brav ihre Rechnungen bezahlt bekommen. Den Rest – was ziemlich üppig ist – überlasse ich meiner Frau, die das recht beachtlich im Griff hat. (Auch wenn der Weltfrauentag schon vorbei ist, gilt ihr mein Dank an dieser Stelle! Irgendwie ist ja immer Frauentag, was?)

Heute waren wir wieder gucken. Beim Gucken bin ich mit dabei! Und immer wenn ich zum Gucken mitkomme, beschleicht mich das Gefühl, dass die Bude ziemlich klein ist. Im Vergleich zum Plan wirkt die Grundfläche einfach mickrig. Eine ziemlich bescheuerte optische Täuschung? Ich kann mir partout nicht vorstellen, wie das Haus im Ganzen auf dem Stückchen Keller aussehen und der Familie Platz bieten soll. Wir sind keine Puppen, sondern Menschen. Zum Teil sogar ausgewachsen! Herrjeh, das wird was werden. So langsam muss da mal ein Haus hin, damit ich überhaupt eine Ahnung meines zukünftigen Domizils bekomme. So ganz vorstellungsbefreit entsteht ja überhaupt keine emotionale Bindung.

Frisch geölte Fenster

Frisch geölte Fenster

Dabei waren wir gar nicht untätig in den letzten Wochen. Unsere Fenster beispielsweise haben wir in einer zweitägigen Aktion selbst geölt. Dazu sind wir ins tiefste Allgäu bis kurz hinter Kempten gefahren und haben dort 2x2x4 Stunden gearbeitet. 2 Personen an  2 Tagen je 4 Stunden. Das nennt sich Eigenleistung. Es hat Spaß gemacht, auch wenn die Klamotten gestunken haben wie sonst was. So nach gefühlten 400 Fenstern verlierst man auch etwas den Enthusiasmus, aber als zukünftige Hausbesitzer muss man da druch. Und wir kämpften uns durch. Im Dienste der Ökologie, der Umwelt und unserer Besitzansprüche. Will jemand wissen, wie und mit was die Fenster geölt werden? – Kommentar genügt und dann gibts nen eigenen Artikel dazu.

Bis dahin … ich halte diese Seite auf dem Laufenden. 🙂

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