5 nützliche WordPress-Plugins für Fotoblogs

Ich habe die letzten Tage damit verbracht, meine Fotos der letzten Jahre zu sichten. Einige davon habe ich auf meinem noch recht unbekannten Fotoblog „Bodenseeprojekt.de“ veröffentlicht. Dieses Fotoblog habe ich total überarbeitet und es mit einem WordPress-Theme von elmastudio.de versehen: Renkon. Ziel war es neben der Präsentation der Fotos an sich, diese auch für mobile Geräte aufzubereiten und die weitere Veröffentlichung von Fotos so einfach wie möglich zu gestalten. Das responsive WordPress-Theme „Renkon“ erledigt diese Aufgabe hervorragend. Besten Dank an elmastudio!

Bodenseeprojekt.de - Bilder vom Bodensee - mein Fotoblog

Bodenseeprojekt.de – Bilder vom Bodensee – mein Fotoblog

Neben der Sichtung der vielen, vielen Fotos und der Auswahl veröffentlichungswürdiger Bodenseebilder musste ich diese natürlich erst einmal als Beiträge in das Fotoblog integrieren. Bei letztlich mehr als 180 Fotos „in einem Schwung“ ist das eine reine Fleißarbeit. Bei der Erfassung der Bild-Artikel fielen mir immer wieder Aufgaben auf, die ich „nebenbei“ erledigen musste: Bildgrößenoptimierung, Thumbnail festlegen, Chronologie der Bodenseebilder sicherstellen. Bei der Masse an Bildern sind das lästige Aufgaben die ein zügiges Arbeiten behindern.

Ich begab mich daher immer wieder kurz auf die Suche nach Plugins, welche mir die eine oder andere Tätigkeit abnehmen oder zumindest erleichtern sollten. Ich wurde auch fündig und finde die nun folgenden Plugins für ein Fotoblog als echte Bereicherung und Unterstützung.

Fünf Helferplugins für WordPress-Fotoblogs

  1. Auto Post Thumbnail
    Auto Post Thumbnail ist ein Plugin, welches durch alle WordPressbeiträge rast und das erste Bild, welches es findet, als Beitragsbild bzw. Post-Thumbnail/Featured Image einträgt, wenn der jeweilige Artikel noch kein Artikelbild hat. Damit sparte ich mir bei der Veröffentlichung der einzelnen Bilder jedes Mal das Scrollen im Backend zum entsprechenden Abschnitt der Sidebar, sowie das Auswählen und Bestätigen des Bildes. Immerhin macht das bei mehr als 180 Bildern eine Menge Klicks und damit Zeit aus.
  2. EXIFize My Dates
    Fotos veröffentlicht man im Internet als JPEG-Dateien. Digitale Kameras speichern die gemachten Bilder bereits im JPG-Format ab (es sei denn, man bevorzugt die RAW-Dateien – doch das ist eine andere Geschichte). JPG-Dateien beinhalten sogenannte EXIF-Daten, welche Informationen zum Foto gespeichert haben. Dazu gehören u.a. der Kameratyp, Datum und Uhrzeit der Aufnahme, Copyright-Hinweise u.v.a.m.
    EXIFIze My Dates vermag es, die EXIF-Daten aus den Bildern zu lesen und stürzt sich besonders auf Datum und Uhrzeit des Fotos. Das Plugin liest die Daten und setzt den Veröffentlichungszeitpunkt des WordPress-Artikels automatisch auf das Datum und die Uhrzeit des ersten Bildes im Artikel bzw. des Featured Images.
    Mir half  das Plugin enorm, weil ich mich bei der Erstellung der Bildartikel nicht um die Reihenfolge kümmern musste. Ich erfasste die Bilder einfach so wie sie kamen und ließ am Ende EXIFIze My Dates über alle Artikel rauschen. Zack – Chronologie erledigt.
  3. Exifography
    Exifography ist ebenfalls ein Plugin, welches sich auf die EXIF-Daten der Bilder stürzt. Das Helferlein stellt dem Fotoblogger die eine Reihe an unterschiedlichen Informationen aus den EXIF-Daten zur Verfügung. Diese können bei Bedarf in den Blogpost eingefügt werden. Dabei kann man dies via Shortcode oder auch automatisiert machen lassen. In den Einstellungen des Plugins aktiviert/deaktiviert man einfach die EXIF-Daten, welche man preisgeben möchte. Der Rest ist etwas CSS, um das Aussehen der Ausgabe an meine Bedürfnisse anzupassen.
    Ich fand dieses Plugin interessant für mein Fotoblog, da ich im Laufe der Jahre unterschiedliche Kameratypen genutzt habe und unterhalb der Bilder dem Betrachter mitteilen wollte, mit welchem Knipser das Foto entstand. Anstatt mich nun entweder daran erinnern zu müssen, was ich z.B. 2012 für ne DigiCam hatte oder jedes Mal selbst in den Fotos nachzusehen, habe ich Exifography die Arbeit machen lassen. Wieder ein Arbeitsschritt weniger, um den ich mich kümmern musste und zukünftig muss.
  4. Force Regenerate Thumbnails
    Bodenseeprojekt.de lief bis vor wenigen Tagen noch unter einem anderen Theme. WordPress-Themes bringen oft eigene Einstellungen für Bildgrößen mit und so legt WordPress beim Upload der Bilder mitunter mehrere Kopien von einem Bild für die unterschiedlichen Mediengrößen an. Im WordPress-Theme werden bei der Auslieferung der Seite an den Besucher dann nur die Bilder in der vorgesehenen Größe ausgegeben – anstatt immer das ganze, große Bild zu senden. Das spart Unmengen an Traffic und ist daher sehr sinnvoll! Mit einer Umstellung auf ein anderes WordPress-Theme führt das dann dazu, dass einerseits die bereits vorhandenen Bilder nicht in den richtigen Größen für das neue Theme vorliegen und andererseits, alte Bilddateien überflüssig werden und nur noch Platz verschwenden.
    Ich kann mir nun die Mühe machen und entweder die alten Bilder löschen und alle Bilder neu hochladen oder aber ich nutze Force Regenerate Thumbnails. Dieses Plugin generiert zu jedem Bild in der WordPress-Mediathek automatisch die im Theme eingestellten Mediengrößen. Genau das macht das Plugin „Regenerate Thumbnails“ – welches ich bis vor einiger Zeit nutzte – auch. Force Regenerate Thumbnails geht jedoch einen sehr hilfreichen Schritt weiter: es löscht die nicht mehr benötigten Dateien gleich mit. Das finde ich sehr hilfreich, denn ich habe gern Ordnung in meiner Dateistruktur und wenig für Bytemüll übrig.
  5. WP Smush.it
    Ich gehe bei meinen Webseiten schon immer recht sparsam mit Bytes um. Ein Byte zuviel hier und da verzögert gleich die Übertragung zum Besucher. Dieser muss länger auf meine Inhalte warten und das ist unschön. Oft gelingt mir dieser Byte-Geiz recht gut, jedoch ist ein Fotoblog per se ein Unterfangen, welches Bescheidenheit inpunkto Seitengröße und Ladezeit schwer aufrecht erhalten lässt. Immerhin sind Bilder (neben Videos und anderem Klimbimm) die Traffic- und Zeitfresser einer Webseite schlechthin.
    Bevor ich ein Bild auf eine meiner Seiten hochlade, muss es immer(!) durch meine Bildbearbeitung ACDSee durch und wird dort zumindest neu gespeichert. Dabei stelle ich die JPEG-Kompression stets auf einen Wert zwischen 75-70%; d.h. ich verringere den Bildinhalt und damit die Bildgröße um ca. 25-30%. Dies macht bei den Dateigrößen der Bilder schon eine Menge aus.
    Um noch das letzte Quentchen heraus zu holen setze ich seit geraumer Zeit auf das WordPress-Plugin WP Smush.it, welches es interessanterweise trotz meiner eigenen Bemühungen schafft, die Bilder noch einmal um 1-2% zu komprimieren. Das geschieht ohne auffälligen Verlust an Bildinformationen. Die Fotos sehen auf der Webseite hinterher immer noch (hoffentlich) toll aus. Einmal installiert kann WP Smush.it auf alle Bilder der WordPress-Mediathek losgelassen werden und diese dann im Bulk bearbeiten. Beim Upload neuer Bilder verrichtet WP Smush.it dann automatisch seine Arbeit.

So – das sind 5 wirklich hilfreiche WordPress-Plugins für Fotoblogs, die mich bei der Erstellung meines Fotoblogs „bodenseeprojekt.de“ unterstützt haben und auch weiter bei der Veröffentlichung neuer Fotos helfen werden. Der Einsatz dieser Plugins hat mir in den letzten Tagen einige Stunden am Rechner erspart, was angesichts der eh schon vielen Stunden für den Relaunch wirklich hilfreich war.

Kennst du weitere interessante WordPress-Plugins für Fotoblogger, die ich vielleicht mal ausprobieren muss? Schreibe mir bitte – ich freue mich auf weitere Tipps, denn so ein Fotoblog soll mindestens eine Aufgabe erfüllen: dem Betreiber Spaß machen. Jedes kleine Helferlein welches die eine oder andere Arbeit erleichtert oder mehr Pepp in das Blog bringt sorgt für mehr Spaß. 🙂

Vielleicht wirst du dich fragen, warum ich die Fotos auf Bodenseeprojekt.de unter der CC BY 3.0 DE – Lizenz veröffentliche.
Das ist ganz einfach: Ich finde diesen ganzen rechtlichen Wahnsinn um Fotos und Bilder im Netz einfach nur ätzend. Deshalb habe ich mich entschieden,  meine Bilder kostenlos zur Verfügung zu stellen. Die Nennung meines Namens als Urheber, sowie ein Link auf Bodenseeprojekt.de reichen mir als Dankeschön völlig aus und würden mich sehr, sehr freuen. Diese „Hürde“ ist nun wahrlich keine. Insofern freut es mich, wenn meine Bilder vom Bodensee Anklang finden und ich sie woanders wiedersehe. 🙂

2 Antworten

  1. Ramona sagt:

    Hätte noch zwei Tipps: Themes von Solostream (http://bit.ly/1xIdMZY), da gibt es auch was für die Fotopräsentation (soweit ich weiß, läuft gerade eine Aktion dort), sowie Optimus als Bildoptimierungs-Plugin von Sergej Müller. Dieses gibt es als kostenlose und kostenpflichtige Version.

    • Themenmixer sagt:

      Hi Ramona,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Optimus habe ich schon ausprobiert, aber aus irgendeinem Grund, der mir gerade entfallen ist, bin ich bei Smush.it gelandet. Ansonsten setze ich einiges von Sergej ein! 🙂 Bei Solostream werde ich mich auch mal umsehen. Kenn ich noch gar nicht. Vielen Dank für den Link!

      Sonnige Grüße vom Bodensee
      Jörg

      Moment … sonnig? Tatsächlich …. deshalb sehe ich gerade so wenig auf dem Monitor … 🙂

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